Das Peter-Prinzip

Das Peter-Prinzip ist die These von Lawrence J. Peter, dass Beschäftigte so lange in der Hierarchie steigen, bis sie den Grad der Unfähigkeit erreicht haben. Unser Institut wurde beauftragt, herauszufinden, ob dies in einem konkreten Einzelfall nachweisbar ist, welche Gründe vorliegen und welche Prozesse ggf. eingeleitet werden müssen, um sinnvolle Vorkehrungen zu treffen und möglicherweise nachhaltige Veränderungen zu erreichen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Einzelfallstudie, wurde eine grundsätzliche Studie durchgeführt.
Die von uns untersuchten Unternehmungen teilen wir in vier dynamische Gruppen. Darüber hinaus wird von jeweiligen Einzelfällen mit überschneidenden Gemeinsamkeiten ausgegangen.

Gruppe1: Inhabergeführte Unternehmen, jünger als 20 Jahre mit starkem Wachstum:
Das gesamte Wachstum ist hauptsächlich auf die Fähigkeiten des Unternehmers selbst zurück zu führen. Unfähigkeiten werden noch von der Dynamik kaschiert. Soweit diese aufgedeckt werden, werden i.d.R. Investitionen in Personal oder andere Ressourcen getätigt.

Gruppe2: Inhabergeführte Unternehmen, älter als 20 Jahre mit eingeschränktem Wachstum:
Dynamische Prozesse haben sich stark verlangsamt, insbesondere Personalstrukturen sind stark eingefahren. Investitionen in Personalqualifikation sind unterdimensioniert. Mitarbeiterkommunikation und Ideenreflexion sind stark eingeschränkt.

Gruppe3: Inhabergeführte Unternehmen und Kapitalgesellschaften mit mäßigem oder rückläufigem Wachstum und eingeschränkter Innovationskraft:
Wichtige Personalstrukturen wurden selten geschaffen oder wieder aufgegeben. Oft wurde eine hohe Mitarbeiterfluktuation bei gut ausgebildeten Fachkräften nachgewiesen.

Gruppe4: Konzerne und konzernähnliche Unternehmen, die i.d.R. managergeführt sind:
Hier ist das Peter-Prinzip i.d.R. nachweisbar. Das Institut führt dies auf drei wesentliche Gründe zurück:
• Karriere wird als Kompensationsplattform eigener Minderwertigkeiten und Persönlichkeitsdefizite benutzt. Entsprechend geht es den Betroffenen nicht um Inhalte und Qualität, sondern um Macht und Karriere.
• Die Nachfolger werden vorzugsweise aus den eigenen Reihen gewählt, auch wenn keine qualifizierten Kandidaten vorhanden sind.
• Die fachliche Qualifikation ist zwar gegeben, aber der Mensch erfüllt in seiner Persönlichkeit nicht die erforderlichen Voraussetzungen.

Das Phänomen „Peter-Prinzip“ ist hauptsächlich auf Persönlichkeitsdefizite zurück zu führen und weniger auf fachliche Unfähigkeit. Die getroffenen Maßnahmen zur Erlangung der erforderlichen Persönlichkeit bzw. in Struktur und Hierarchie sind in der Regel mangelhaft.
Studien und systematische Änderungen sind in der Praxis mit großer Sorgfalt und „Fingerspitzengefühl“ durchzuführen. Eine qualifizierte professionelle Analyse ist Grundvoraussetzung. Profitieren auch Sie von unserer Expertise.