Tumor

Eine meiner größten Erkenntnisse erfuhr ich im Eintauchen des emotionalen Zustandes eines Bauchspeicheldrüsentumors. Es war plötzlich so deutlich, dass der Tumor keinesfalls aus dem Nichts geboren wurde, sondern die emotionale Thematik schon sehr lange bestand. Es hatte bei der Angelegenheit mit ‘Zucker’ zu tun, welcher seit dem Säuglingsalter zur Betäubung bestimmter Gefühle und zur Ersatzbefriedigung emotionaler Bedürfnisse diente. Das emotionale Trauma dahinter war so groß, dass ein ‘Hinsehen’ für den Betroffenen nicht möglich war. Zucker als Mittel in doppelter Hinsicht spielte das Ganze Leben eine Rolle. Zwischendurch löste Nikotin die versteckte Zuckersucht ab, aber mit der Rauchentwöhnung war das Thema präsenter denn je.

Der Betroffene nahm an Gewicht zu und begann mit Diäten das Gewicht zu kontrollieren. In den Phasen in denen das gelang, entwickelte das emotionale System andere Ersatzbefriedigungen und Betäubungsstrategien. Aber letztendlich funktionierte nichts so gut, wie der Zucker. Deshalb ‘suchte’ das emotionale System in Zusammenarbeit mit dem Körper einen Weg, um immer wieder an Zucker zu gelangen. Gelüste nach Süßem war das eine, aber als diese zunehmend beherrscht wurden, entstand der Tumor. Der Tumor war letztendlich ein Bewusstsein, welches das Ziel hatte den Blutzuckerspiegel soweit zu senken, dass der Betroffenen in den Unterzucker fällt und keine andere Wahl hatte, als Zucker zu sich zu nehmen.

Je mehr diese ‘Strategie’ funktionierte, umso stärker und zielstrebiger entwickelte sich das Bewusstsein und entsprechend wuchs der Tumor.

Dieses Beispiel zeigt, dass es unmöglich ist, bestimmte Tumore grundsätzlich in Ursachen zu pauschalieren. Es gibt nur eine pauschale Aussage: der Tumor hat Bewusstsein, welches ein Ziel verfolgt.